Schwall und Sunk

Ein Wechselbad mit Folgen

Die Gewässer in Graubünden sind stark von der Wasserkraft genutzt. Die ökologischen Defizite sind vielfältig. Für die Fische und Kleinlebewesen ist vor allem der Schwallbetrieb der vielen Stauseen eine tägliche Katastrophe.  

Besonders von Schwall-Sunk betroffen ist der Alpenrhein mit seinen Zuflüssen. Über 40 Stauanlagen gibt es im Einzugsgebiet des Alpenrheins. Im Sommer wird dieses Wasser den Gewässern entzogen und im Winter im Takt der Stromproduktion schwallartig den Flüssen wieder zurückgegeben. Als Folge davon steigt (Schwall) und sinkt (Sunk) der Wasserpegel im Alpenrhein mehrmals pro Tag um bis zu einem Meter. Beim Schwall werden Gewässerinsekten und Jungfische weggespült. Beim Sunk strangen sie auf den trockenfallenden Flächen im Flussbett. Im Alpenrhein ist eine natürliche Fortpflanzung der Fische darum nicht mehr möglich.

Das revidierte Gewässerschutzgesetz verlangt, dass wesentlich beeinträchtigte Gewässerstrecken bis 2030 saniert werden müssen. Im Kanton Graubünden geschieht dies an Runden Tischen mit allen Interessensvertretern, auch mit dem WWF.

Zu sanierender Schwall-Sunk

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