Glenner

Hände weg vom Glenner Wasser

Die Kraftwerke Zervreila AG, die heute bereits die Gewässer des Valser- und Safientals nutzen, sind auch scharf auf das Lugnezer Wasser. Die Gewässer im hinteren Lugnez sollen in einem Stollen nach Vals geleitet werden und dort in die bestehende Anlagen der KW Zervreila fliessen.

Nach der Verstromung würde das Lugnezer Wasser damit nicht mehr durchs Lugnez in den Vorderrhein, sondern bei Rothenbrunnen in den Hinterrhein fliessen. Die Rheinschlucht würde damit zu einer dreifachen Restwasserstrecke. Mit der Ausleitung des Glennerwassers würde im Glenner und in der Rheinschlucht noch weniger Wasser fliessen. Schon heute leiden die Fische unter Wassermangel, weil sowohl das Wasser aus Vals wie auch aus Safien abgeleitet werden. In der Rheinschlucht kommt die Seeforelle bei Sunkabfluss im Herbst kaum mehr durch.  

Auen ohne Dynamik
Auch die Auen im Glenner leiden unter Wassermangel. Mit der geplanten Überleitung würde den Auen sogar die Hälfte des natürlichen Sommerabflusses fehlen. Andererseits fehlen heute die Hochwässer, weil diese im Zervreilasee gespeichert werden. Die Kies- und Sandbänke in den Glennerauen wachsen darum immer mehr zu. Wertvolle Lebensräume gehen mehr und mehr verloren.  Der gesetzlich verankerte Auenschutz ist bereits heute - und mit der geplanten Überleitung noch weniger - gewährleistet.

Stopp vom Bundesgericht
Mit dem Glennerwasser möchten die KWZ die Gesamtproduktion ihrer Anlagen um 15% erhöhen. Die bestehenden Anlagen sollten jedoch wie bisher weiter betrieben werden. In den trocken gelegten Gewässer im Valser- und Safiental soll auch in Zukunft kein Wasser fliessen. Gegen das Vorhaben der KWZ hat sich der WWF zusammen mit Pro Natura und dem Fischerei-Verband gewehrt - mit Erfolg. Das Bundesgericht hat die Bedenken der Umweltorganisationen geteilt. Vorerst wurde die Überleitung Lugnez gestoppt.

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