Umweltverbände beantragen Verbesserungen der Erschliessungsplanung UNESCO Welterbe Tektonikarena Sardona

25. März 2021

Die Umweltverbände Stiftung Landschaftsschutz Schweiz, Pro Natura Graubünden und WWF Graubün-den beantragen in ihrer ausführlichen Einwendung zur Revision der Ortsplanung von Flims/Laax und des kantonalen und regionalen Richtplanes diverse Abänderungen der Erschliessungsplanung zugunsten einer besseren Landschafts- und Naturverträglichkeit.

Die Verbände begrüssen grundsätzlich die Neuordnung der Erschliessungen mit den Rückbauten der Cassonsbahn und der Bahnen Flims-Foppa und Startgels-Grauberg. Eine Festsetzung der neuen Bahn Segneshütte-Ils Cugns mit Besucherzentrum für die Tektonikarena Sardona lehnen sie aber derzeit ab, da die Bewilligungsfähigkeit zuerst im Plangenehmigungsverfahren geprüft werden soll. Die projektierte Anlage Segneshütte-Ils Cugns tangiert das regionale Landschaftsschutzobjekt L-232 „Plaun Segnas“ und liegt nahe der nationalen Moorlandschaft ML-359 „Plaun Segnas Sut“. Sie überspannt zudem das regionale Geotop Geo-241 „Geopark Glarner Hauptüberschiebung Flim­ser­stein“. Die Bergstation liegt innerhalb des regionalen Landschaftsschutzobjektes L-232 sowie im regionalen Geotop Geo-241. Zudem sind auch Wildtierlebensräume betroffen. Diese Aspekte müssen vor einer Festsetzung geprüft werden.

Die Umweltverbände beantragen zudem auf die geplante Verbindung Nagens-Segneshütte aus landschaftlichen Gründen zu verzichten. Eine Querung dieses eindrücklichen Felsbandes, welches die Terrasse von Nagens vom Felssturzgebiet am Flem trennt, stellt auch aufgrund der exponierten Masten einen land­schaftlich schweren Eingriff in die geologisch eindrückliche Morphologie dar. Auch würde damit der Lebens­raum der Felslandschaft stark gestört.

 

Für die Verbände:

Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (SL): Raimund Rodewald, Geschäftsleiter (079 133 16 39)

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