Die Revision des Energiegesetzes fällt bescheiden aus

12. April 2018

Nach dem klaren Entscheid des Volkes für die Energiestrategie 2050 hat der Kanton die Revision des Bündner Energiegesetzes angepackt. Die Vorschläge der Regierung bleiben aber unter dem Strich bescheiden. Der WWF fordert einen konsequenteren Ausstieg aus den fossilen Energien, im Interesse des Klimas und des lokalen Gewerbes.

Vor einem Jahr haben fast 60 Prozent des Stimmvolkes der Energiestrategie 2050 zugestimmt. Das war ein klares JA zu erneuerbaren Energien und Energieeffizienz sowie zum schrittweisen Ausstieg aus den fossilen Energien. Ein zentraler Pfeiler der Energiestrategie 2050 ist die Effizienzsteigerung bei den Gebäuden. Gut ein Drittel des gesamten Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen fallen nämlich im Gebäudebereich an. Die Kantone, die für den Gebäudebereich verantwortlich sind, müssen nun Taten folgen lassen. Die Revision des Bündner Energiegesetzes, die in die Vernehmlassung geschickt wurde, fällt jedoch bescheiden aus. 

Die Regierung schlägt nur die Basismodule vor, die von der Konferenz der kantonalen Energiedirektoren EnDK zur Übernahme empfohlen werden. Gerade im Bereich der Gebäudesanierungen ist der Vorschlag der EnDK aber sehr bescheiden. Bei einem Ersatz des Heizungssystems dürfen immer noch 90 Prozent des Energiebedarfs fossil gedeckt werden. Damit wird nicht verhindert, dass neue Öl- und Gasheizungen für weitere 20 Jahre eingebaut werden. Der WWF fordert einen konsequenteren Ausstieg aus den fossilen Energien. Wo dies ohne Mehrkosten technisch möglich ist, sollte der Kanton zu 100 Prozent erneuerbare Heizlösungen fordern. Ein mutigerer Schritt bei den Gebäudesanierungen fördert nicht nur die Innovation, sondern schafft auch Arbeitsplätze beim lokalen Gewerbe.

  

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