Jagdgesetz NEIN

Missratenes Jagdgesetz NEIN

Abschüsse von Wölfen, die Nutztiere reissen, sind schon heute möglich. Das zeigt der Kanton Graubünden, der kürzlich vier Jungwölfe des Beverin-Rudels zum Abschuss freigat. Das missratene Jagdgesetz braucht es dafür nicht.

Das Wolfsrudel im Gebiet Beverin hatte letzten Sommer über 15 Ziegen aus geschützten Herden gerissen. Die Voraussetzung für einen Abschuss gemäss geltender Jagdverordnung und Wolfskonzept war damit erfüllt. Der Kanton Graubünden entschied nach Absprache mit dem Bund, vier Jungwölfe aus dem Rudel abzuschiessen. Das Beispiel zeigt: Regulierung und Einzelabschüsse von Wölfen sind schon heute möglich. Doch dem Parlament reicht das nicht. Nach langwierigen Debatten lockert das Parlament den Wolfsschutz zusätzlich, nimmt auch andere Tierarten ins Visier und schafft damit ein Jagdgesetz, das den Artenschutz frontal angreift.    

Bedrohte Tierarten unter Beschuss
Das Parlament will Wölfe abschiessen können, ohne dass sie zuvor je einen Schaden angerichtet haben und ohne dass vorher präventive Massnahmen wie der Herdenschutz ergriffen werden müssen. Das gleiche Schicksal könnten bald auch andere geschützte Tierarten wie Luchs, Biber, Graureiher erleiden. Die Abschussliste kann jederzeit vom Bundesrat ergänzt werden, ohne dass das Parlament oder das Volk etwas dazu zu sagen hätten. Den Artenschutz überlässt der Bund zudem neu den Kantonen. Die Schweiz wird damit für bedrohte Wildtiere zu einem Flickenteppich mit 26 unterschiedlichen kantonalen Regelungen.

Ein missratenes Jagdgesetz
Der WWF ergreift gemeinsam mit den anderen Tier- und Umweltschutzorganisationen das Referendum gegen dieses missratene Gesetz. Am 17. Mai kommt das Jagdgesetz nun vors Volk.

 

 

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