Lebensraum für Igel

Freiwillige im Einsatz für die Igel

Im Sommer 2018 suchten Freiwillige in der Stadt Chur nach Igel. In rund einem Fünftel der ausgelegten 130 Spurentunnel fanden sie Igelspuren. Das mag überraschen. Aber Igel finden auch in einer dichtgesiedelten Stadt einen Lebensraum.

Der WWF Graubünden hat sich am Projekt "Igel gesucht" von StadtWildTiere beteiligt. Mit Hilfe von Spurentunnel, die in Privatgärten und Grünanlagen aufgestellt wurden, haben Freiwillige Igelspuren in der Stadt Chur gesucht. 25 der 130 Spurentunnel wurden von Igeln aufgesucht. In 7 der 13 untersuchten Kilometerquadraten konnten Igel nachgewiesen werden. Die Unterschiede in den einzelnen Quartieren sind jedoch gross.

Igel brauchen naturnahe Strukturen
In Quartieren mit Privatgärten, die reich an Blumenwiesen, Sträuchern und Gemüsebeeten sind sowie in Parkanlagen mit Hecken, Gebüsch, Laub- und Asthaufen finden Igel genug Unterschlupf und Insekten. Wenn zu enge Zaunlatten oder zu hohe Sockel und Tritte die Igel beim Passieren nicht behindern, bieten solche Gebiete fast paradiesische Verhältnisse für die Igel. Gar nicht igelfreundlich ist das Churer Industriequartier. Hier überwiegen Strassen und Beton. Die angrenzende landwirtschaftlich genutzte Fläche wird zudem zu intensiv genutzt.  

Igel brauchen unsere Hilfe!

Schaffen Sie einen Lebensraum für Igel. Als Gartenbesitzer können Sie in einer Ecke eine Magerwiese aufkommen lassen, einheimische Sträucher pflanzen, Asthaufen zum Überwintern anlegen. Als Mieter können Sie ihre Verwaltung dazu bringen, die Grünfläche naturnaher zu gestalten. Rund ums Schulhaus können Kinder Kleinstrukturen für Igel und Co. schaffen. Wir unterstützen Sie gerne dabei . 

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