Kulturland

Bioland Graubünden

In Graubünden betreibt rund die Hälfe der landwirtschaftlichen Betriebe Biolandbau. Das ist rekordverdächtig und gut für Gewässer, Tiere und Böden.

Bioböden geht es besser. Sie weisen eine bessere Struktur und mehr Biomasse auf. Zudem sind sie weniger erosionsgefährdet und binden mehr CO2 als konventionelle Böden. Graubünden hat zudem praktisch flächendeckend regionale Vernetzungs- projekte umgesetzt. Diese ökologische Leistung der Landwirtschaft bringt vielfältige Kulturlandschaften und damit Lebensräume für Tiere und Pflanzen.

Intensivierung schreitet voran
Doch die Intensivierung der Landwirtschaft schreitet auch in Graubünden voran. So auch im Engadin, wie eine Landzeitstudie der Vogelwarte Sempach zeigt. Bodenaufbesserungen, die Entfernung von Kleinstrukturen und Bewässerungen degradieren die Kulturlandschaft immer mehr, auch auf Kosten der biologischen Vielfalt.

Siedlungsanlagen fressen Kulturland
Jede Sekunde verschwindet zudem ein Quadratmeter Kulturland in der Schweiz. Siedlungen, Gewerbezonen, Infrastruktur- und Sportanlagen sind die grossen Kulturlandfresser. Die Bauern beklagen diesen Verlust, sind aber am lukrativen Verkauf der Flächen beteiligt. Der zweitgrösste Kulturlandvernichter ist der Bau von Ställen, Remisen, Masthallen und anderen landwirtschaftlichen Bauten.

Graubünden hat Golfplätze ohne Gesamtplanung gebaut. Der Verlust an bestem Kulturland ist enorm.

Hier hat sich der WWF eingesetzt:

  • Opposition gegen Golfplätze in Schutzgebieten
  • Mitarbeit für strukturreiche Golfplätze
  • Mitwirkung in Begleitgruppen

Die Erhaltung der einzigartigen Trockenwiesen im Engadin ist wichtig für Tiere und Pflanzen und für den Tourismus. 

Zum WWF-Engagement gehören:

  • Pflegeeinsätze mit Firmen
  • Einflussnahme auf Ortsplanungen, Meliorationen, Bewässerungen
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